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Geschichte & Politik

Die Geschichte Maltas geht weit zurück. Die ältesten Überbleibsel auf Malta sind steinzeitliche Tempelanlagen, die wohl aus der Zeit zwischen 3.800 c. Chr. und 2.500 v. Chr. stammen. Dazwischen ist die Geschichte wieder unbekannt. Nur dass es zur Bronzezeit eine Neubesiedlung gab, da sind sich die Forscher einig. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Herrscher über den kleinen Inselstaat recht häufig. Die Malteser erfuhren viele verschiedene kulturelle Einflüsse.

Viele Herrscher und viele Einflüsse

Circa um 800 v.Chr. war Malta unter der Herrschaft der heute eher unbekannten Phönizier. Dieses Volk stammt aus einer Region die heute Teils zum Libanon, zu Syrien und Israel gehört. Sie waren ein Seefahrer Volk und betrieben regen Seehandel. Malta lag dabei für die Phönizier optimal. Sie hatten so auch im fernen Europa einen Stützpunkt, der dazu noch zwischen den Handelspartnern in Leptis, Karthago und Sizilien lag.

Im Jahre 217 v. Chr. wurde Malta dann Teil des römischen Reiches, wie so viele andere Staaten. Nach der Teilung des Reiches gehörte Malta zum oströmisch-byzantinischen Reich.

Um 455 nahmen dann die Vandalen nach der großen Völkerwanderung Malta ein. 494 konnten die Ostgoten Malta für eine kurze Zeit in ihr Gebiet eingliedern, bevor Malta 533 erneut byzantinisch wurde. 870 wurde Malta dann einem Reich aus dem Orient, genauer von den Arabern, erobert. Diese islamisierten das Land und führten Arabisch als Sprache ein. Zu dieser Zeit lebten mehr als 6.000 christliche und fast 15.000 muslimische Familien auf der Insel.

Malta im Mittelalter

Zwischen 1000 und 1200 wurde Malta zum Ziel von vielen muslimischen Siedlern aus Sizilien. Auch nachdem Malta normannisch wurde, verschlug es immer wieder sizilianische Muslime nach Malta. Diese Umsiedlung endete allerdings spätestens um 1240, als der Friederich II, der Kaiser des römisch-deutschen Reiches aus dem Adelsgeschlecht der Staufer, die Muslime von Malta vertrieben lies. Heut geht man allerdings davon aus, dass viele die Insel nicht verließen, sondern zum Christentum konvertierten und so weiter auf Malta lebten. Malta wurde unter der Herrschaft der Staufer von vielen Lehensträgern des jeweiligen Königs regiert.


 

Malta und die Johanniter

Bekannt und berühmt wurde dabei eine ganze Gruppe an Lehensherren, die ihre Herrschaft über Malta nachhaltig prägte. Im Jahre 1530 gehörte Malte zum vereinigten Königreich Spanien, welches unter Harburger Herrschaft durch Kaiser Karl V. stand.

Dieser übergab die Insel als Lehen an den Johanniterorden. Dies ist ein bis heute bestehender christlicher Orden, welcher es sich zu Aufgabe gemacht hat den Armen und Schwachen zu helfen. Im Zuge ihrer Umsiedlung nach Malta und ihrer, für das Land sehr entscheidenden, Herrschaft über Matla bekam der Orden seinen heute bekannten Namen „Malteserorden“.  Diese verteidigten Malta mehrmalig gegen Angriffe der Osmanen. Nachdem diese im Jahre 1565 eine große Belagerung auf Malta ausübten, die mit aller Kraft zurückgeschlagen wurde, gründete der Orden 1566 die Festungsstadt und heutige Hauptstadt Valletta, die nach dem damaligen Großmeister des Ordens Jean de la Valette benannt wurde.

Aber selbst mit der neuen Festungsstadt wurden die Malteser im Jahre 1798 durch die französischen Revolutionsgruppen von Napoleon Bonaparte geschlagen. Im Jahre 1800 wurden die Franzosen allerdings schon wieder durch Einheimische Aufständische mit der Hilfe britischer Schiffe verdrängt. Als die Schiffe abreisen mussten, stationierten die Briten ein Regiment auf Malta

Malta im 2. Weltkrieg

Nach dem Sturz Napoleons und dem „Ersten Pariser Frieden“ im Jahre 1814 wurde Malta zur britischen Kronkolonie.  Im zweiten Weltkrieg machte sich Malta dann einen Namen, da es ein wichtiger Standpunkt war, um den Nachschub des deutschen Afrikakorps zu stören und so den Vormarsch des Korps zu beenden. Malta erlitt während des zweiten Weltkrieges mehrere Bombenangriffe durch die Deutschen.

Für den Einsatz Maltas und die Standhaftigkeit der Bürger verlieh ihnen der britische König das Georgskreuz, dies ist die höchste Zivile Auszeichnung für Tapferkeit im Vereinigten Königreich. Aus Stolz über die Auszeichnung wurde das Kreuz auf der Staatsflagge des Landes abgebildet und ist auch heute noch dort zu finden.

Die Flagge Maltas mit dem Georgs-Kreuz

 

Auf dem Weg zur Unabhängigkeit

Das Jahr 1947 war der erste Schritt zu Maltas Eigenständigkeit.  In diesem Jahr gestatte Großbritannien Malta die Selbstverwaltung und im gleichen Jahr wurde dann auch noch das Frauenwahlrecht im Land eingeführt. Der nächsten Schritt zur Unabhängigkeit erfolgte dann 1964 als Malta zur parlamentarischen Demokratie wurde, allerdings blieb Malta im Commonwealth.

Die Republik Malta

Die Queen als Staatsoberhaupt des Landes wurde allerdings erst am 13.12.1974 abgelöst, als Malta die Republik ausrief.Als eigenständige Republik Malta trat das Land dann am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei und führte ab dem 1. Januar 2008 den Euro ein.

Malta ist eine parlamentarische Republik mit einem Einkammerparlament. Der Regierungschef von Malta ist der Premierminister/die Premierministerin. Der Staatsoberhaut ist der Präsident/die Präsidentin, wie auch in Deutschland, hauptsächlich repräsentative Aufgaben hat.



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