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"The Three Cities"

Malta lebt verstärkt vom Tourismus, das spürt man gerade in der Hauptstadt Valletta und auch wenn Valletta wie viele anderen Touristenhochburger von Malta zwar immer noch viel maltesischen Flair hat und man hier viel von Maltas Geschichte erfährt, so ist es unvermeidbar, dass die Menge an Touristen auch Einfluss auf den Ort und die Atmosphäre hat. Wer ungestört das traditionelle maltesische Leben erleben möchte und das an Orten, die in der Geschichte Maltas einen fest Platz haben, der sollte die „Three Citites“ besuchen.

Deutlich älter als Valletta

Bei den drei Städten handelt es sich um die Städte Cospicua, Vittoriosa und Senglea. Aller drei Städte liegen direkt gegenüber von Valletta und sind von vielen Forts der Stadt sowie von der Stadtmauer aus leicht zu erblicken.  Alle drei Städte sind zusammen auch als Cottonera bekannt. Alle drei sind Hafenstädte, welche älter als Valletta sind und als „die Wiege Maltas“ gelten. Diesen Ruf erhielten die Städte, da eigentlich jede Nation, die Malta besiedelte bzw. beherrscht sich hier niederließen oder gar hier die Insel betraten. Auch die Ritter des Johanniterorden, die später zu den Maltesern wurden, haben hier ihre Machtbasis aufgebaut.


Cospicu, die Größte der Drei

Die größte Stadt ist Cospicu, diese trägt auch den Namen Bormla und hat mehr als 5.100 Einwohner.  Die Stadt selbst entstand nach der Ankunft der Johanniter im Jahre 1530, allerdings war sie vorher schon besiedelt. Die Johanniter bauten sie zu einer befestigten Stadt mit Bastionen  und stärkten Sie zur Land und zur Seeseite soweit, dass sie als uneinnehmbar galt.  Eine Eigenschaft, die sich alle der drei Städte teilen. Selbst Napoleon sah dies so und war sich sicher, dass man diese Städte nicht einnehmen könne, ohne dass jemand von innen die Tore öffnet.

Neben den massiven Befestigungsanlagen hat Cospicu auch weitere Sehenswürdigkeiten. Vor allem das Dock No.1. Dieses wurde in den vierzieger Jahren von der Royal Navy erbaut und war bereits Standort der antiken Dockanlagen der Stadt. Eine Legende rund um das Dock besagt, dass der Grundstein vom Mausoleum von Halikarnassos stammt. Dieses Grabmal in der Türkei gilt als eines der „Sieben Weltwunder der Antike“.  Generell gilt Cospicu allerdings als die ruhigste der drei Städte und wird recht wenig von Touristen aufgesucht.

Senglea, die "alte Dame"

Die älteste der drei Städte ist wohl Senglea.  Im Mittelalter war die Region ein Jagdgebiet. Die Bebauung begann um 1311 mit der St. Julian’s Chapel. Die Einheimischen nennen die Stadt auch L-Isla, diesen Namen trug die Stadt  bevor sie nach Claude de la Sengle, dem 48. Großmeister des Malteserordens, benannt wurde.  Die Stadt ist Heimat vieler Arbeiter der Werftbetriebe, welche in den drei Städten und deren Umgebung liegen. Senglea hat dabei fast 3.000 Einwohner.

Die Stadt ist eine Halbinsel und wurde vom Malteserorden als besonderes Risiko bei einer Belagerung angesehen. Deshalb wurde die Stadt befestigt und erhielt mit  dem Fort St. Michael, welches nach Erzengel Michael benannt wurde, eine der wohl am beeindruckendsten Festungsanlagen Maltas. Innerhalb des Forts entsandten Wohnhäuser und dazwischen die typisch maltesischen engen Gassen, die sich immer wieder perfekt für Fotos anbieten.  Neben den Gasen und der St. Julian Chapel lohnt sich vor allem ein Besuch des Fort St. Michael und des Safe Haven Garden auf Bastion Senglea Point. Neben dem Grün des Gartens ist vor allem der Beobachtungstrum Gardjola einen Blick wert. Dieser ist mit verschiedenen Motiven versehen, welche der Herrschaft und den Schutz der Stadt durch die Johanniter bestärken.


Vittoriosa, die siegereiche Stadt

 Vielleicht besonders zu erwähnen bei den drei Städten ist die Stadt Vittoriosa. Im Maltesischen bekannt ist sie als Birgu und war eine Zeit lang die Hauptstadt Maltas unter der Herrschaft des Johanniterordens. Die Stadt hat heute etwa 2.500 Einwohner.

Ebenso wir L-Isla ist auch Birgu eine Stadt, welche bereits im Mittelalter bewohnt war. Damals war die Stadt allerdings noch ein kleines Fischerdorf.  Bereits vorhanden war ebenso schon der Fort. St Angelo, welches im Mittelalter noch den Namen Castrum Maris(„Burg am Merr“) trug. Dieses wurde von den Phöniziern erbaut und später erst von den Römern und deutlich später vom Orden des heiligen Johannes erweitert.

 Die Johanniter, welche den Ort zu einer provisorischen Hauptstadt machten, bauten das Fort weiter aus und errichten weite Forts und Befestigungen in und um ihre neue Hauptstadt.  Nachdem man die große Belagerung der Türken zurück schlug und Birgu dabei eine besonders wichtige Rolle spielte, bekam die Stadt den Namen Città Vittoriosa(„siegreiche Stadt“), den Namen ist seither der offizielle Name von Birgu. 

Auch wenn die Johanniter 1571 Valletta zur Hauptstadt erklärten und so ihren Sitz verlagerten, blieb Vittoriosa weiterhin ein wichtiger Standort für Maltas Geschichte. Dies spiegelt sich auch heute noch in der Menge der Sehenswürdigkeiten der Stadt wieder.  So bleib z.B. der Standort der Inquisition von Malta, der Inquisitorenpalast, weiter in der Stadt. Auch die ehemalige Ordenskirche der Malteser, die St. Lorenz- Kirche kann bis heute besichtigt werden.

Vor der Kirche befindet sich dazu ein wichtiges Denkmal für die Malteser. Das Freiheitsdenkmal soll an die Unabhängigkeit des Landes von den Britten erinnern und zeigt britische Soldaten, die ihre eigene Flagge eingeholt haben. Daneben steht ein Flaggenmast, an dem die Flagge Maltas weht.



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